Auf dieser Seite können sich Modellbau Anfänger einige nützliche Tipps aneignen. Gerade am Anfang ist aller Anfang schwer. Diese Seite soll helfen, den Einstieg etwas zu erleichtern.
Was der Einsteiger wissen sollte
Ein sinnvolles, technisch anspruchsvolles und vor allem ein erfüllendes Hobby. Doch der Einstieg ist oft nicht ganz einfach. Neulinge in der Modellfliegerei werden von diversen technischen Widrigkeiten, und unter anderem auch von einem vermeintlich hohen finanziellen Aufwand abgeschreckt. Ich will nicht sagen das Modellflug billig ist, es kann nur sehr schnell Dimensionen erreichen, an die man nie geglaubt hat. Durch falsche Beratung und gut gemeinte, aber unpassende Ratschläge ist ein erfolgreicher Einstieg von vornherein zum Scheitern verurteilt. Durch unnötige Fehlschläge gefrustet, hat schon so mancher Neuling die Flinte ins Korn geworfen. Ich spreche da aus eigener Erfahrung. Mit den richtigen, technischen Voraussetzungen, einem gewissen nötigen Grundwissen und einer erfahrenen Hand an der Seite ist der Erfolg fast garantiert. Zumindest vergrößern sich die Chancen um ein Vielfaches. So ist es zwingend erforderlich, für die Anfängerschulung das richtige (geeignete) Einstiegsmodell zu wählen. Ein zweimotoriges Scale Modell (original getreues Modell) ist für diesen Zweck mit Sicherheit erst einmal ungeeignet.
Das Modell soll nicht schön sein, sondern seinen Zweck als Trainingsmodell erfüllen, welches ganz bestimmt den ein oder anderen Bruch überstehen muss, und da wäre es doch schade wenn ein aufwendiges Modell für das Lehrgeld herhalten muss.
Bevor ich mir aber nun die nötige Ausrüstung besorge, suche ich mir erst einmal einen Verein, bei dem ich mal in die Modellfliegerei hereinschnuppern kann. Auf meiner Linkseite sind einige Links von Vereinen zu finden, wo so etwas möglich sein sollte. Auch bei Tagen der offenen Tür ist bestimmt die Möglichkeit gegeben, einmal ein Trainermodell unter Aufsicht eines Erfahrenen Piloten mit Hilfe eines Schüler Lehrer Senders zu steuern. Grund dieses Tipps, nicht jeder hält die doch relativ lange Lernphase durch, und dann wäre es schade, einen Teil der eingesetzten Geldsumme durch einen Verkauf zu verlieren. Bei Interesse an dem Hobby bin ich gerne bereit auch mal mit meinem Trainer oder einem einfachen Segler einen Schnupperflug zu ermöglichen.
Nachdem Sie sich dann entschlossen haben sollten, dieses Hobby auszuüben geht es an den Kauf der ersten Grundausrüstung.
Die Grundausstattung
Die Fernsteuerung
Wir fangen erst einmal bei der Fernsteuerung an. Ganz egal was für ein Modell Sie fliegen wollen (Heli, Segler oder Motormodell), die neueren Anlagen haben heute eine Ausstattung, die allen Anforderungen gerecht werden wird.
Es muss aber nicht gleich für den Anfang eine Profifernsteuerung sein, es genügt auch eine einfache Computerfernsteuerung, die aber in der Lage sein sollte, ausgebaut werden zu können. Für den Anfang genügt eine Anlage mit 8 Kanälen. Flugmodelle werden Grundsätzlich im 35 MHZ Band betrieben, also kommt hier nur eine Fernsteuerung im 35 MHZ Band in Betracht. Das 40 MHZ Band ist zwar auch erlaubt, würde ich aber nicht nutzen, da es auch für den anderen Modellsport eingesetzt wird. Bitte keine Experimente mit dem 27 MHZ Band, die werden mit absoluter Sicherheit früher oder später zum Totalschaden des Modells führen. Die 35 MHZ Anlagen gibt es heute in einem A bzw. B Band. Es gibt Anlagen die beides können, muss aber nicht unbedingt sein. Im Ausland darf nicht überall mit dem B Band geflogen werden .Zu empfehlen wären Anlagen, wie die Kostengünstige Graupner MX 12 oder die FX 18 von Robbe. Produktdaten könnt Ihr auf der Graupner bzw. Robbe Seite finden. Ich habe selbst diese Anlage seit einiger Zeit in gebrauch, und habe noch keine Funktion vermissen können. Das Bild zeigt eine bereits ausgebaute Graupner MX 12 Anlage. Vergleichbare Anlagen gibt es natürlich auch bei anderen Herstellern. Wobei ich persönlich seit Jahren gut mit Graupner und Robbe fliege. Robustes Qualitativ hochwertiges Material. Die Anlagen gibt es ab einem Preis von Ca. 180 Euro. Damit hat man dann aber eine Anlage die für viele Jahre ausreichend sein dürfte wenn Sie pfleglich behandelt wird.Dann wäre da noch der Empfänger. Hier unterscheidet Ihr erst einmal wofür er eingesetzt werden soll. Für kleine Modelle sollte er möglichst klein und leicht sein, was allerdings ein Verlust der Reichweite nach sich zieht. Die heutigen Standard Empfänger sind aber schon so klein und leicht, das Sie für den normalen Einsatz überall ein Plätzchen finden. Z.B. Empfänger Graupner R700 oder Robbe R147F.Ich möchte hier auf keinen Fall Werbung für Graupner oder Robbe machen, habe halt nur gute Erfahrungen mit den Produkten dieser Firmen gemacht. Es soll lediglich eine Orientierungshilfe sein.
Das Ladegerät
Egal in welchem Modellflugbereich wir uns bewegen, Akkus werden immer gebraucht. Ob für Sender, Empfänger, Packs für den Elektroflug, Bleiakku für das starten des Methanolmotors, Zündungsakkus für Benzin Motore, oder einfach nur Akkus für irgendwelche Zusatzfunktionen wie Landescheinwerfer, Blitzanlagen oder Mini Videokameras an Bord.Wir unterscheiden zwischen Nickel Cadmium, Nickel Metall Hydrid und Blei Akkus. Es wäre also von Anfang an Sinnvoll, sich ein Ladegerät zu kaufen welches jede Art von Akkus laden kann. Helfen und gut beraten kann da bestimmt der Händler vor Ort.
Die Starterbox
sollte enthalten:Beim Elektroflieger: Eine alte Fußmatte vom Auto (für saubere Knie beim Kniefall vor dem Modell), Das nötigste Werkzeug für kleinere Reparaturen vor Ort (stellt sich beim Bau heraus) z.B. Inbusschlüssel für Luftschraube usw. Ein Satz Ersatz Blätter für die Luftschraube, Ersatz Schrauben für die Fläche, wenn möglich aus Kunststoff (die scheren beim Crash ab und schonen die Fläche) bzw. Gummis. Isolierband, Sekunden Kleber, Mobiles Ladegerät, Drehzahlmesser. Und nicht zu vergessen alle nötigen Dokumente für die Anlage und Versicherung.Beim Verbrenner: Eigentlich erst einmal alles was beim Elektroflieger auch gebraucht wird plus Kraftstoffkanister incl. Kraftstoff, eine Pumpe zum betanken des Modells, am besten gleich eine für Methanol und Benzin falls man dann mal Umsteigt von klein auf groß. Einen Glüh Akku (Blei) 2 V 10Ah, und ein auf mindestens 80cm verlängertes Glühkerzenkabel, welches verhindern soll, das einem durch Überspannung am laufenden Band die Glühkerze durchbrennt. Einen Glühkerzenschlüssel und eine kleine Auswahl an Ersatzkerzen.Von einem Elektrostarter rate ich gleich ab, jeder Motor der ordentlich behandelt und gepflegt wird, sollte vorausgesetzt er ist richtig eingestellt und es ist nicht zu kalt mit der Hand angeworfen werden können. Mit einem Elektrostarter hat man nicht das Gefühl wie mit den Fingern. Schnell ist mit einem Starter zuviel Kraftstoff angesaugt, und das Pleuel ist krumm. Finger weg von Startern. Motore wollen nicht "vergewaltigt" werden.
Werkzeug
Wer sich zum Bau eines Modellflugzeuges entschlossen hat, der sollte sich folgende Grundwerkzeuge im Fachhandel besorgen.Als erstes eine 100% gerade Bauunterfläche. Das Modell kann nur so gerade gebaut werden wie die Unterlage ist. Ein Türblatt hat sich hier als gute Lösung herausgestellt.Diverse kleine Schraubzwingen, Teppich und Balsa Messer, ein Stahllineal für saubere gerade Schnitte bei Balsa oder Folie, eine Laubsäge, diverse kleine Schraubendreher und Schlüssel, sowie einen Satz Inbusschlüssel. Schleifpapier, Holzleim, Zwei Komponenten Kleber, Stecknadeln mit großen Köpfen, eine Dünne Folie zum Schutz des Bauplanes (besser Kopieren) usw. Was jeder selber braucht, wird sich dann beim bauen noch herausstellen. Fast jeder hat bestimmt schon ein gewisses Kontingent an Werkzeug Zuhause.Um so besser und vollständiger das Werkzeug, um so leichter das bauen. Wie oft hab ich am Anfang wegen fehlendem Werkzeug das bauen am Wochenende einstellen müssen.
Die Auswahl und der Kauf des Modells
Kostengünstig
Ein wichtiger, nicht zu unterschätzender Faktor sind die Kosten. Ein Trainermodell sollte günstig in der Anschaffung sein. Sie müssen davon ausgehen, dass Sie diese Investition im ungünstigsten Fall verlieren. Die Wiederbeschaffungskosten sollten dann nicht zu hoch sein. Auch ist ein Trainer nach erfolgreichem Einstieg oft verbraucht. Ihr erstes Modell ist also quasi ein Verbrauchsgegenstand. Es wäre schade, wenn Sie für dieses Modell mehrere hundert Euro ausgegeben haben. Investieren Sie dieses Geld lieber in eine wichtige Ausrüstung, die Sie später weiter benutzen können z.B. gleich ein anständiges Ladegerät.Worauf achten wir beim Kauf des Modells!?Für diejenigen, die wenig bauen wollen kommen so genannte ARF Modelle in Frage. Diese Modelle sind weitestgehend vorgefertigt. Das heißt, Alle Komponenten sind zusammengebaut und mit Folie bebügelt. Die Restarbeiten beziehen sich meistens auf das Zusammenbauen der Einzelnen Komponenten wie Fläche verkleben, Höhen und Seitenleitwerk anpassen und am Rumpf verkleben, Gestänge, Tank, Fahrwerk, Motor und RC Einbau. Diese arbeiten sollten trotzdem nicht unterschätzt werden. Es können auch hier einige Stunden ins Land gehen.Für diejenigen, die so richtig Balsaholz schnuppern wollen kommt dann natürlich nur ein richtiger Bausatz in Frage, der aber für den Anfang einfach im Aufbau sein sollte. Ohne eigene Erfahrung im Bau von Modellen sollte das aber nicht ohne fremde Hilfe in Angriff genommen werden. Der Bausatz ist schneller dahin als man glaubt. Helfen können da bestimmt Vereinskollegen.Was für ein Modell ist nun Sinnvoll!?Es sollte ein so genannter Trainer sein. Kein "Kunstflugtrainer". Wichtig ist, das das Modell nicht zu klein, aber auch nicht zu groß ist. Je kleiner um so Windempfindlicher, zu groß wird schnell zu teuer da bessere Komponenten benötigt werden. Grob gesagt ab 1400 mm bis 1800 mm Spannweite mit einem 4,5ccm - 8,5ccm Verbrenner oder Elektromotor. Hier können Standard Komponenten und Motore eingebaut werden die im Preis noch akzeptabel sind.Modelle wie die Twinstar von Multiplex, den Trainer 25 von Graupner (komplett mit Motor erhältlich) oder den Trainer 40 von Kyosho, mit dem ich das fliegen gelernt habe. All diese Modelle haben ein gutmütiges Profil, was heißt, das Sie sich in der Luft leichter fliegen lassen als zum Beispiel Kunstflugmodelle. Wobei der Trainer 25 von Graupner beides vereint. Er ist schon gut für Kunstflug geeignet, wenn man Spezifikationen vornimmt, aber auch perfekt für den Anfang.Bitte legt beim Kauf des Modells nicht zu viel wert auf das äußere, die Funktionalität ist erst mal wichtiger als alles andere. Holt Euch mehrere Angebote von verschiedenen Händlern, nutzt das Internet für Preisvergleiche und handelt bei Euren Händlern möglichst die im Internet genannten Preise heraus. Es gibt da enorme Unterschiede. Haltet Euch beim Bau eines Modells ganz besonders an die Bauanleitungen und die vorhandenen Sicherheitshinweise, zeigt das Modell bevor Ihr damit in die Luft geht einem erfahrenen Modellpiloten, damit es nicht zu einem Unfall durch Baufehler kommt.
FLUGMODELLE SIND KEIN SPIELZEUG ! ! ! |